Welches Glas ist richtig gefüllt?

Das dient nicht nur der Optik. Wein muss „atmen“. Sobald er mit Luft in Berührung kommt, vermischt sich Sauerstoff mit der Flüssigkeit und entfaltet auf magische Weise all seine verborgenen Aromen. Bei Rotwein sind diese Aromen in der Flasche eingeschlossen und brauchen Raum, um sich zu entfalten.

Darüber hinaus lieben wahre Weinliebhaber das „Swirln“. Durch das Schwenken des Weins vergrößert sich die Oberfläche, die mit Sauerstoff in Berührung kommt, wodurch wunderbare Aromen von Beeren, Eiche oder Gewürzen freigesetzt werden.

Betrachten wir nun unser Bild mit diesem wissenschaftlichen Wissen im Hinterkopf. Was passiert, wenn man ein Glas wie Glas 4 bis zum Rand füllt? Man hat absolut keinen Platz mehr zum Schwenken. Versucht man es, spritzt man sich den Rotwein über die Kleidung. Noch wichtiger ist, dass kein leerer Raum mehr im Glas ist, um die köstlichen Aromen einzufangen. Man verpasst also die Hälfte des Weingenusses. Glas 4 können wir also getrost vergessen!

Extreme vermeiden:
Was ist mit Glas 1? Es bietet zwar viel Platz zum Schwenken, ist aber einfach zu klein. Außer bei einer professionellen Verkostung mit 20 verschiedenen Flaschen erwärmt sich ein so kleines Glas zu schnell von Zimmertemperatur und ergibt kein zufriedenstellendes Geschmackserlebnis.

Entdecken Sie mehr über
Chirurgie,
Essen & Trinken
und Familie.
Damit bleiben uns Glas 2 und Glas 3. Hier wird die Debatte interessant!
Viele wählen instinktiv Glas 2, weil es genau die Mitte des Glases erreicht. Es wirkt optisch ausgewogen. Doch betrachten wir die Form des Glases noch einmal genauer. Der breiteste Teil des Glases ist der Bereich, in dem die Flüssigkeit die größte Oberfläche hat, die mit der Luft in Kontakt kommt.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *