Ich nahm meine todkranke Tochter mit ans Meer, um ihren letzten Wunsch zu erfüllen – dann kam der Hotelmanager in unser Zimmer und sagte: „Da ist etwas an dieser Reise, das Sie nicht wissen.“

Teil 1: Sophies einziger Wunsch
An dem Nachmittag, als mir die Ärzte mitteilten, dass meine sechsjährige Tochter möglicherweise weniger als ein Jahr zu leben habe, fühlte sich die pädiatrische Onkologiestation kälter an als je zuvor.

Ich saß regungslos auf einem Plastikstuhl, während Sophie etwas weiter hinten im Flur leise mit ihrem Großvater lachte. Der Arzt hielt ihre Patientenakte an seine Brust und sprach bedächtig.

„Wir können die Behandlung fortsetzen, aber das kann den Krankheitsverlauf möglicherweise nur verlangsamen. Es tut mir sehr leid.“

Ich fragte, ob es noch etwas anderes gäbe, was wir versuchen könnten.

Er versicherte, dass das Ärzteteam alles Mögliche tue, es gäbe zu diesem Zeitpunkt aber keine anderen Optionen.

An diesem Abend saß mein Vater neben Sophies Krankenhausbett und las ihr ihre Lieblingsgeschichte über ein Mädchen vor, das über den Ozean segelte.

„Lies den Teil über das Meer noch einmal, Opa“, sagte Sophie.

Er lächelte und begann die Geschichte von Anfang an.

Sophie hatte das Meer noch nie gesehen. Krankenhäuser, Behandlungsräume und unsere kleine Wohnung waren zum größten Teil ihrer Welt geworden.

Am nächsten Morgen hielt sie meine Hand und blickte zu dem schmalen Himmelsstreifen vor ihrem Fenster.

„Opa sagt, der Ozean sei größer als hundert Krankenhäuser.“

„Wahrscheinlich schon“, sagte ich zu ihr.

„Er sagt, man kann es riechen, bevor man es sieht.“

“Du kannst.”

Nach kurzem Nachdenken flüsterte sie: „Ich wünschte, ich könnte es einmal sehen.“

Mein Vater stand in der Tür. Er sah mich an, und etwas ging still zwischen uns über.

„Wir werden einen Weg finden“, versprach ich Sophie.

Noch in derselben Nacht begann ich, nach Flügen und Hotels zu suchen. Die Kosten überstiegen bei Weitem mein Budget, aber mein Vater saß neben mir und sagte, ich solle mir keine Sorgen machen.

„Ich helfe“, sagte er. „Selbst wenn du nur ein paar Tage bleiben kannst, nimm sie mit. Sie hat diese Erinnerung verdient.“

Ich habe versucht, mich zu weigern.

Er würde es nicht zulassen.

„Versprich mir, dass du gehst.“

„Ich verspreche es.“

Einige Tage später, während ich neben Sophies Krankenhausbett saß, rief der Nachbar meines Vaters an.

Mein Vater war in seinem Garten zusammengebrochen.

Die Sanitäter konnten ihn nicht retten.

Ich konnte die Worte kaum verstehen.

Als Sophie fragte, warum ich weine, musste ich ihr sagen, dass Opa nicht mehr da ist.

Sie drückte ihren Stoffhasen an ihre Brust und blieb lange still. Dann griff sie nach meiner Hand.

„Schon gut, Mama. Opa ist im Himmel. Eines Tages werde ich ihm sagen, wie sehr wir ihn lieben.“

Ich lächelte ihr zu, trat dann in den Flur und erlaubte mir schließlich, zusammenzubrechen.

In jener Nacht saß ich allein an meinem Küchentisch mit einem Umschlag, den mir mein Vater kurz vor seinem Tod gegeben hatte.

Darin befand sich Geld, das er gespart hatte.

Ein gelber Zettel war angebracht.

**Für den Ozean. Diskutiert nicht mit mir.**

„Ich werde mein Versprechen halten“, flüsterte ich. „Für euch beide.“

Nachdem ich die ärztliche Genehmigung und Anweisungen für Sophies Medikamente erhalten hatte, schloss ich die Organisation der Beerdigung meines Vaters ab.

Zwei Tage nachdem wir ihn beerdigt hatten, bestiegen Sophie und ich ein Flugzeug.

Sie presste ihr Gesicht gegen das Fenster und keuchte jedes Mal auf, wenn sich die Wolken unter uns teilten.

Ich beobachtete ihre Begeisterung, während sie gleichzeitig eine so schwere Trauer in sich trug, dass ihr das Atmen schwerfiel.

Sophie war alles, was mir noch geblieben war.

Ich war fest entschlossen, ihr das Meer zu schenken, ohne dass meine Traurigkeit ihr dieses Erlebnis raubte.

Teil 2: Die Box im Hotel
Sobald wir das Flughafengelände verließen, umfing uns die salzige Luft.

Sophie packte meinen Ärmel.

„Mama, ich kann es riechen! Opa hatte Recht!“

Während der Fahrt zu unserem Hotel griff ich immer wieder nach meinem Handy, weil ich meinem Vater mitteilen wollte, dass wir angekommen waren.

Die vollständige Kochanleitung finden Sie auf der nächsten Seite oder durch Klicken auf die Schaltfläche „Öffnen“ (>). Vergessen Sie nicht, den Beitrag mit Ihren Freunden auf Facebook zu teilen.