Ich hatte keine Ahnung, dass dort Kinder wohnten.
Deshalb war ich am darauffolgenden Dienstag so verblüfft, als ich meine leere Mülltonne vom Bürgersteig holen wollte und bemerkte, dass sie ungewöhnlich schwer war.
Der Müllwagen war vor dem Frühstück da gewesen, und bis zum Vormittag hätte die Tonne leer sein sollen. Ich fasste den Griff an und kippte sie zu mir.
Sie bewegte sich kaum.
Zuerst dachte ich, sie hätten etwas hineingelegt.
Dann hörte ich eine Bewegung.
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Es war ein leises Flüstern, gefolgt von einem dumpfen Schnauben.
Ich umklammerte den Griff fest.
„Hallo?“, rief ich.
Niemand antwortete.
Vorsichtig hob ich den Deckel an und erstarrte.
Zwei verängstigte kleine Mädchen kauerten darin und starrten mich mit großen, ängstlichen Augen an.
Sie sahen aus wie Zwillinge und konnten nicht älter als drei Jahre sein.
Sie hatten dieselben runden Wangen, dieselben dunklen Locken und dieselben großen braunen Augen.
Das eine trug ein gelbes T-Shirt mit einem verblassten Schmetterlingsaufdruck, das andere ein rosa Hemd und unpassende Socken.
Ihre Knie waren schmutzig, und die Unterlippe eines der Mädchen zuckte.
Einen Moment lang nahm ich an, sie spielten Verstecken, also lächelte ich und versuchte, leise zu sprechen.
„Was macht ihr zwei denn da drin?“, fragte ich. „Man kann sich nicht in einer Mülltonne verstecken. Das ist ekelhaft. Wenn ihr Verstecken spielt, lasst uns ein besseres Versteck suchen.“
Keines der Mädchen lächelte.
Sie starrten mich nur an, ihre Blicke waren leer und verwirrt.
Dann sagte eine der Schwestern endlich etwas.
„Wir spielen nicht“, flüsterte sie. „Wir verstecken uns nur.“
Sie warf einen Blick zum Nachbarhaus und sah mich dann wieder an.
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