Ein weiterer wichtiger Aspekt der Reform betrifft im Ausland begangene Straftaten. Bislang konnten einige Fahrer einer Bestrafung entgehen, indem sie eine Straftat in einem anderen europäischen Land begingen.
Die Mitgliedstaaten müssen nun den Informationsaustausch verbessern, um diese Form der Straflosigkeit zu bekämpfen. Begeht ein Fahrer in einem anderen EU-Land eine schwere Straftat, kann dies automatisch den Behörden gemeldet werden, die seinen Führerschein ausgestellt haben.
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Die nationalen Behörden müssen Entscheidungen über die schwerwiegendsten Sanktionen schnell austauschen, beispielsweise über das Fahren unter Alkoholeinfluss oder Drogeneinfluss, die Beteiligung an einem tödlichen Unfall oder sehr schwere Geschwindigkeitsübertretungen – zum Beispiel eine Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit um mehr als 50 km/h.
,Verlängerte Probezeit für Jugendliche
Die Reform bringt auch bedeutende Änderungen für junge Fahrer mit sich. Eine Probezeit von mindestens zwei Jahren wird für alle Fahranfänger zur Norm. Während dieser Zeit werden Verkehrsverstöße, insbesondere das Fahren unter Alkoholeinfluss oder ohne Anlegen des Sicherheitsgurtes, strenger geahndet.
Die neuen Bestimmungen
erlauben es auch 17-Jährigen, einen Führerschein zu erwerben, allerdings dürfen sie bis zum Erreichen der Volljährigkeit nur unter der Aufsicht eines erfahrenen Erwachsenen fahren, und zwar im Rahmen ihrer Fahrausbildung.
Schließlich eröffnet die Reform auch mehr Möglichkeiten im professionellen Transportsektor. Junge Erwachsene ab 18 Jahren können nun die Prüfung für den Lkw-Führerschein der Klasse C ablegen, während die Busführerscheinprüfung (Klasse D) ab 21 Jahren möglich ist, sofern ein entsprechender Berufsqualifikationsnachweis vorliegt.
Letztlich zielt diese europäische Reform darauf ab, die Führerscheinbestimmungen in der Europäischen Union schrittweise zu harmonisieren. Auch wenn einige Maßnahmen weiterhin von Land zu Land variieren werden, müssen sich die Autofahrer in den kommenden Jahren an ein moderneres System mit einem stärkeren Fokus auf Verkehrssicherheit anpassen.
