Welche Sorten sollte ich wählen?
Für eine gute Kartoffelernte benötigen die Kartoffeln ausreichend Sonne, aber keine Hitze. Der Ertrag ist am besten, wenn der Boden feucht, humusreich und pH-neutral ist. Kalkhaltige Böden sind für dieses Gemüse ungeeignet und ermöglichen keine leckeren Gerichte. Der Vorteil beim Kartoffelanbau liegt in der großen Sortenvielfalt: Über 120 Sorten stehen zur Verfügung, sodass Sie Größe, Form und Konsistenz nach Ihren Wünschen wählen können. Bei optimalen Bodenverhältnissen lassen sich Kartoffeln vielseitig zubereiten, zum Beispiel als Porridge, selbstgemachte Pommes frites oder einfach im Salat. Für zarte, saftige Kartoffeln eignen sich Sorten wie rosafleischige Kartoffeln, die langsamer wachsen als gelbfleischige. Zum Dämpfen sind Frühkartoffeln ideal. Wer Kartoffelpüree bevorzugt, sollte zu spät reifenden Sorten greifen. Und wer gerne knusprige Pommes frites zu seinen Gerichten mag, sollte Charlotte-, Samba- oder Bintje-Kartoffeln anbauen. Ernährungsbewusste Menschen greifen sicher zu den farbenfrohen Sorten mit blauem, gelbem, rotem oder violettem Fruchtfleisch. Diese enthalten viele Antioxidantien – Stoffe, die freie Radikale bekämpfen und zahlreiche gesundheitliche Vorteile bieten. Kartoffeln gehören unbedingt auf den Gemüsekorb, denn sie sind ein langsam verdauliches Kohlenhydrat, das vom Körper leicht aufgenommen wird und so das typische Völlegefühl nach einer üppigen Mahlzeit verhindert. Im Gegensatz zu raffiniertem Zucker werden Kartoffeln aufgrund ihrer guten Verdaulichkeit nicht direkt in Fett umgewandelt. Ein überzeugender Grund also, sie großzügig auf den Teller zu laden! Wer glaubt, Kartoffeln seien nicht zum Abnehmen geeignet, sollte seine Meinung überdenken. Tatsächlich kann man mit diesem Lebensmittel sogar Gewicht verlieren.
Kartoffel 1
Pompadour-Kartoffel. Quelle: Gardening/ Ooreka
Wie bereitet man ein originelles Kartoffelgratin zu?
Dieses Rezept, das sich für verschiedene Kartoffelsorten eignet, wird Ihre Gäste beeindrucken und ist perfekt, wenn es schnell gehen muss. Heizen Sie zunächst den Backofen auf 200 Grad Celsius (390 Grad Fahrenheit) vor. Bereiten Sie dann in einer kleinen Schüssel eine Sauce zu, indem Sie zwei Esslöffel Olivenöl, zwei Schalotten, gehackten Knoblauch und Ihre Lieblingsgewürze hinzufügen. Falls Ihnen die Inspiration fehlt, können Sie mit Espelette-Pfeffer, Paprika, Muskatnuss, Thymian, Petersilie und Kräutern der Provence den Kartoffelgeschmack intensivieren und ein feines Aroma erzeugen. Waschen und trocknen Sie die Kartoffeln mit einem sauberen Tuch und schneiden Sie jede Kartoffel leicht ein. Geben Sie die Kartoffeln in eine Gratinform und bestreichen Sie sie mit der Sauce. Für zusätzlichen Geschmack sollten Sie die Sauce auch in den Einschnitte Ihrer gewählten Kartoffelsorte einstreichen, bevor Sie das Gratin mit Salz und Pfeffer würzen. Backen Sie das Gratin 40 Minuten lang. Um zu prüfen, ob es gar ist, kontrollieren Sie den Garzustand alle 10 Minuten, da jede Kartoffelsorte unterschiedliche Garzeiten hat. Nach dem Garen werden Sie sehen, dass sich die Einschnitte geöffnet haben – das Ergebnis ist ein Gericht, das einem Koch würdig ist! Für eine pikante Note fügen Sie reichlich Paprikapulver und etwas von Ihrem Lieblingskäse hinzu.
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