Wir stießen im Wald auf einen Albtraum, und was wir dort fanden, wird dich verfolgen.

Für ein paar Sekunden rührte sich keiner von uns.

Der Anblick war so unerwartet und so grotesk, dass mein Gehirn Mühe hatte, das Gesehene zu verarbeiten.

Es sah falsch aus.

Völlig falsch.

Wie aus einem Albtraum.

Je länger ich starrte, desto schlimmer wurde es.

Die „Finger“ wirkten gekrümmt und verdreht, als wären sie in einer letzten verzweifelten Geste erstarrt. Sie ragten direkt aus dem Waldboden hervor, umgeben von feuchten Blättern und dunkler Erde, und erweckten so den Eindruck, als sei dort etwas vergraben gewesen und versuche zu entkommen.

Dann erregte ein weiteres Detail meine Aufmerksamkeit.

Ein Geruch.

Zuerst war es nur schwach zu sehen.

Dann war es unmöglich, es zu ignorieren.

Ein widerlicher Geruch lag in der Luft.

Verrotten.

Verfall.

Der unverkennbare Geruch von etwas Verwesendem.

Der Geruch löste sofort eine Urreaktion aus.

Mein Puls beschleunigte sich.

Jeder Instinkt schrie, dass etwas furchtbar schiefgelaufen war.

Mir lief ein kalter Schauer über den Rücken.

Meine Gedanken rasten durch immer beunruhigendere Möglichkeiten.

War in der Nähe ein Tier gestorben?

Handelte es sich um eine Art Kadaver?

Etwas Schlimmeres?

Der sonst so friedliche Wald wirkte plötzlich ganz anders.

Die Geräusche schienen leiser zu sein.

Die Schatten dunkler.

Die Stille wurde noch schwerer.

Sogar die Vögel schienen aufgehört zu haben zu singen.

Ich legte schützend eine Hand auf Leos Schulter und schob ihn sanft hinter mich.

Sein Griff um meine Jacke verstärkte sich.

„Was ist es?“, fragte er.

Ich wünschte, ich hätte es gewusst.

Ehrlich gesagt, wollte ich am liebsten sofort umdrehen und gehen.

Doch meine Neugier hielt mich an Ort und Stelle.

Ich zwang mich, tief durchzuatmen.

Dann noch einer.

Langsam trat ich näher.

Der Gegenstand blieb bewegungslos.

Der Geruch wurde intensiver.

Je näher ich kam, desto beunruhigender sah es aus.

Seine Oberfläche wirkte feucht und glänzend.

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