Isst hier tatsächlich irgendjemand Rosenkohl?

Isst hier tatsächlich irgendjemand Rosenkohl? 🥬
Rosenkohl gehört zu den Gemüsesorten, bei denen sich die Geschmäcker besonders stark unterscheiden. Die einen lieben die kleinen grünen Röschen und freuen sich jedes Jahr auf die Rosenkohlsaison. Andere bekommen schon beim Gedanken an Rosenkohl schlechte Erinnerungen an verkochtes Gemüse aus der Kindheit.

Beim Anblick eines großen Haufens Rosenkohl kommt deshalb unweigerlich die Frage auf: „Isst hier tatsächlich irgendjemand Rosenkohl?“

Die überraschende Antwort lautet: Ja – und zwar ziemlich gerne! Allerdings kommt es entscheidend darauf an, wie Rosenkohl zubereitet wird.

Rosenkohl: Hassgemüse oder unterschätzte Delikatesse?
Rosenkohl hat in Deutschland einen etwas zweifelhaften Ruf. Lange Zeit wurde das Gemüse häufig in reichlich Wasser gekocht, bis es weich war und einen intensiven Geruch entwickelte. Für viele Menschen war das der Moment, in dem sie beschlossen haben: Rosenkohl kommt mir nicht mehr auf den Teller.

Doch Rosenkohl kann viel mehr.

Knusprig aus dem Ofen, in der Pfanne gebraten, mit Parmesan überbacken oder zusammen mit Speck und Zwiebeln zubereitet, schmeckt das Wintergemüse völlig anders. Die kleinen Kohlköpfe können außen wunderbar knusprig werden und entwickeln dabei ein leicht nussiges, herzhaftes Aroma.

Vielleicht verdient Rosenkohl also eine zweite Chance?

Warum mögen manche Menschen Rosenkohl überhaupt nicht?
Dass Rosenkohl nicht jedem schmeckt, ist kein großes Geheimnis. Sein Geschmack ist deutlich kräftiger als der von vielen anderen Gemüsesorten.

Rosenkohl gehört zur Familie der Kreuzblütler, zu der unter anderem auch Brokkoli, Blumenkohl und verschiedene Kohlsorten gehören. Charakteristisch ist sein intensiver Geschmack.

Besonders problematisch wird es, wenn Rosenkohl zu lange gekocht wird. Dann kann er weich, wässrig und geruchsintensiv werden – genau die Eigenschaften, die viele Menschen mit schlechtem Rosenkohl verbinden.

Dabei liegt das Problem häufig weniger am Gemüse selbst als an der Zubereitung.

Kurz gesagt: Vielleicht mögen Sie keinen verkochten Rosenkohl – nicht unbedingt keinen Rosenkohl.

So schmeckt Rosenkohl plötzlich richtig gut
Wer Rosenkohl bisher verschmäht hat, sollte eine andere Zubereitungsart ausprobieren. Besonders beliebt ist inzwischen gerösteter Rosenkohl aus dem Backofen.

Dafür werden die Röschen zunächst gründlich gewaschen und gegebenenfalls von äußeren Blättern befreit. Anschließend halbiert man sie und vermischt sie mit etwas Öl, Salz und Pfeffer.

Dann geht es ab in den heißen Ofen.

Das Ergebnis: außen goldbraun und knusprig, innen weich, aber nicht matschig. Wer möchte, kann anschließend Parmesan, Knoblauch, Zitronensaft oder etwas Honig hinzufügen.

Damit hat der klassische Rosenkohl plötzlich nur noch wenig mit dem Gemüse zu tun, das viele aus ihrer Kindheit kennen.

Rosenkohl mit Parmesan
Eine besonders einfache Variante ist Rosenkohl mit Parmesan.

Die Kombination aus dem leicht bitteren Geschmack des Rosenkohls und dem würzigen, salzigen Parmesan funktioniert erstaunlich gut.

Zutaten
Rosenkohl
etwas Olivenöl
Salz und Pfeffer
Knoblauch nach Geschmack
geriebener Parmesan
optional etwas Zitronensaft
Den Rosenkohl halbieren, würzen und mit Olivenöl vermischen. Anschließend im Ofen rösten, bis die Schnittflächen schön gebräunt sind. Zum Schluss Parmesan darübergeben und noch kurz überbacken.

Einfach, schnell und deutlich spannender als klassisch gekochter Rosenkohl.
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